Editorial #2 2026
editorial Liebe Sportinteressierte, kein Thema bewegt den Hamburger Sport und die Stadt aktuell so stark, wie Hamburgs Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele für die Jahre 2040 oder 2044. Wir sind aktuell absolut auf der Zielgeraden des Bürgerentscheids. Ende April haben Sie alle die Wahlunterlagen nach Hause geschickt bekommen. Jetzt ist es an den sportbegeisterten […]
Vom ersten Purzelbaum bis zur großen Bühne

In der Active City Hamburg beginnt Bewegung schon im frühen Kindesalter – lange bevor Kinder in einen Sportverein eintreten. In vielen Kitas wird gespielt, balanciert und getobt, sodass Bewegung ganz selbstverständlich Teil des Alltags ist.
Ausgezeichnete Einrichtungen wie „Bewegte Kita“ oder „Bewegungskita+“ schaffen gezielt Räume, in denen Kinder spielerisch ihre Freude an Bewegung entdecken. Pädagogische Fachkräfte fördern dies aktiv, arbeiten mit Sportvereinen zusammen und beziehen auch Eltern mit ein.
So entstehen wichtige Grundlagen für Entwicklung, Selbstvertrauen und Begeisterung – und oft zeigt sich bereits in der Grundschule, wo besondere sportliche Talente liegen.
Wo Hamburg stärker wird

Ein früher Abend in Hamburg: Kinder trainieren, Vereine bereiten sich auf Spiele vor, Athletinnen drehen ihre Runden. Was wie Alltag wirkt, zeigt den Kern der Olympischen und Paralympischen Idee – nachhaltige Wirkung über den Wettkampf hinaus.
Das Hamburger Konzept setzt genau hier an: Bestehende Sportanlagen werden modernisiert, erweitert und stadtweit vernetzt, statt ausschließlich neue Infrastruktur für ein Großereignis zu bauen. So entstehen langfristig nutzbare Trainingsorte für Leistungs- und Breitensport – in allen Bezirken und für alle Generationen.
Ein Beispiel ist das Olympische Dorf in Bahrenfeld, das als integriertes Stadtquartier geplant wird. Sportflächen bleiben dauerhaft erhalten und werden Teil des urbanen Lebens. Ergänzt durch barrierefreie Planung nach dem Prinzip „Design for All“ entsteht eine Sportinfrastruktur, die den Alltag verbessert.
Das Ergebnis: keine kurzfristigen Effekte, sondern ein nachhaltiges System aus modernen, zugänglichen Sportstätten – für Vereine, Nachwuchs und die gesamte Stadt.
Meine Stadt, meine Spiele

Große Träume beginnen manchmal ganz klein. Zum Beispiel auf einer kleinen
Schulbühne am Alten Teichweg. Im Rahmen der Hamburger SportTalente werden dort,
in der Eliteschule des Sports, jedes Jahr die erfolgreichsten Nachwuchssportlerinnen
und Nachwuchssportler Hamburgs geehrt. 18 Jahre dürfen die Nominierten in den
Kategorien Weiblich, Männlich und Team maximal alt sein, erfolgreich sind sie alle
trotz ihres Alters schon längst.
Olympische Spiele sind mit keinem anderen Turnier vergleichbar

Hannes Müller ist mit dem Hockeysport aufgewachsen. Schon in jungen Jahren stand er mit dem Schläger auf dem Platz, heute zählt der 25-Jährige zu den Leistungsträgern der deutschen Nationalmannschaft. Mit dem Team gewann er 2023 den Weltmeistertitel, sicherte sich 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris die Silbermedaille und wurde 2025 Europameister.
Seit seinem Wechsel vom Köthener HC zum Uhlenhorster HC im Jahr 2016 ist Hamburg seine sportliche Heimat.
Im Gespräch erzählt er von seinem Weg in den Spitzensport, der besonderen Faszination Olympischer Spiele – und warum er sich Olympia in Hamburg ganz persönlich wünschen würde.
Oma, ich hab da mal ’ne frage

Was bedeutet Olympia konkret für den Alltag in Hamburg? Dieser Dialog verbindet zwei Generationen und Perspektiven: Eine junge Hockeyspielerin und ihre aktive Großmutter sprechen über ihre Erfahrungen im Sport und die Bedeutung der olympischen Idee.
Beide sind fest im Hamburger Sportleben verankert und zeigen auf persönliche Weise, wie Olympia nicht nur den Spitzensport prägt, sondern auch den Alltag, die Motivation und das Miteinander in der Stadt beeinflusst.
Olympia zahlt sich aus

Das finanzielle Rahmenkonzept für Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg ist klar strukturiert, wirtschaftlich solide und konsequent auf langfristigen Nutzen ausgerichtet.
Zwei zentrale Kennzahlen verdeutlichen den Ansatz: Die Durchführung der Spiele soll vollständig durch eigene Einnahmen gedeckt werden – aktuell wird sogar ein Überschuss von rund 100 Millionen Euro prognostiziert. Gleichzeitig sind Investitionen von etwa 1,3 Milliarden Euro in die öffentliche Infrastruktur vorgesehen, die gezielt in die nachhaltige Entwicklung der Stadt fließen.
Damit verbindet das Konzept wirtschaftliche Vernunft mit einem klaren Zukunftsfokus für Hamburg.
Das Sportstätten-Konzept, stell dir vor …

Stell dir vor, du steigst an der U-Bahn am Jungfernstieg aus und gehst nur wenige Schritte Richtung Binnenalster – und plötzlich bist du mittendrin im olympischen Geschehen.
Vor dir entsteht eine spektakuläre schwimmende Arena auf der Alster, umgeben von begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern am Ufer. Auf dem Court treten Weltklasse-Athletinnen und Athleten gegeneinander an und sorgen für einzigartige Momente im Herzen von Hamburg.
So könnten Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg aussehen: perfekt eingebettet in das Stadtbild, nahbar für alle und geprägt von Sport, Vielfalt und internationaler Begegnung.
Hamburg barrierefrei erleben – was heißt das eigentlich?

Barrierefreiheit zeigt sich im Alltag auf vielfältige Weise: Eine Frau im Rollstuhl nutzt selbstständig eine Rampe zur U-Bahn, ein Vater bewegt sich problemlos mit dem Kinderwagen durch den Bahnhof. Seniorinnen und Senioren folgen taktilen Bodenmarkierungen, während sich sehbehinderte Menschen an kontrastreichen Leitsystemen orientieren.
Diese Beispiele machen deutlich: Barrierefreiheit betrifft die gesamte Gesellschaft. Sie schafft Voraussetzungen dafür, dass alle Menschen – unabhängig von ihren individuellen Bedürfnissen – mobil, sicher und selbstbestimmt unterwegs sein können, ohne auf Unterstützung angewiesen zu sein.
Ein Boost für die zweite Karriere

Das Team Hamburg und das High Performance Sports Institute (HPSI) gehen eine strategische Partnerschaft ein, um den Hamburger Leistungssport nachhaltig zu stärken.