Das Sportstätten-Konzept

stell dir vor…

hamburgs olympia-konzept

Stell dir vor, du steigst an der U-Bahn Jungfernstieg aus, gehst ein paar Schritte Richtung Alster - und plötzlich stehst du mittendrin. Vor dir: eine schwimmende Arena auf der Binnenalster, jubelnde Menschen am Ufer, Weltklasse- Athleten auf dem Court. Willkommen bei Olympischen und Paralympischen Spielen, die sich perfekt ins schöne Hamburg einpassen und den Sport, die Vielfalt und die Völkerverständigung feiern.

Text: Marcus Scholz

Genau das macht das Sportstättenkonzept für die Hamburger Bewerbung so besonders. Diese Spiele finden nicht irgendwo statt. Sie sind überall. Und vor allem: ganz nah. Über 80 Prozent der Wettkampfstätten liegen in einem Radius von nur sieben Kilometern vom Heiligengeistfeld. Du kannst von Event zu Event laufen, mit dem Rad fahren oder zwei Stationen mit der Bahn nehmen – und bist schon beim nächsten Highlight. Olympia wird zum Spaziergang durch die eigene Stadt. Erlebbar und nahbar. Und was für ein Spaziergang das ist.

An der Binnenalster entsteht eine der spektakulärsten Wettkampfstätten, die es je gab. Schwimmende Plattformen tragen einen 3×3-Basketball-Court, eine Bogenschießanlage oder ein Padel-Feld – direkt vor der Kulisse von Jungfernstieg und Rathaus. Die Stadt spiegelt sich im Wasser, die Sonne geht unter, und du merkst: näher waren Olympische und Paralympische Spiele noch nie.

Ein paar Minuten weiter pulsiert das Heiligengeistfeld. Wo sonst der Dom steht, fliegen jetzt BMX-Fahrer durch die Luft, rollen Skateboarder über Rampen, kämpfen Beachvolleyballer um Punkte. Drei temporäre Arenen, mitten in der Stadt, voller Energie. Und das Beste: Was hier entsteht, bleibt. Aus der olympischen Skateanlage wird z.B. ein neuer Treffpunkt für Hamburgs Jugend und wer spielt zukünftig auf olympischem Sand? – Orte, an denen die Spiele weiterleben.

Dann der Volkspark. Du gehst ins Stadion – und traust deinen Augen kaum. Wo sonst Fußball gespielt wird, glitzern Wasserbecken, Athleten springen, schwimmen, kämpfen um Medaillen. Das Volksparkstadion wird zur Schwimmarena, mit Platz für 22.000 Zuschauer. Nebenan: die Barclays Arena, in der Finals entschieden werden. Im Basketball, beim Turnen. Und irgendwo zwischen all dem: du. Nicht als Zuschauer am Rand, sondern mittendrin im Geschehen. Auch die Klassiker der Stadt bekommen eine neue Bühne. Am Rothenbaum wird Weltklasse-Tennis gespielt, später Box-Finals. Im Millerntorstadion kämpfen Hockey-Teams um Gold. Orte, die du kennst und liebst – aber so noch nie erlebt hast.

Packende Ballwechsel am Rothenbaum sind auch beim Rollstuhl-Tennis garantiert.

Das Entscheidende dabei: Hamburg baut nicht für drei Wochen – sondern für die Zukunft. Rund 76 Prozent der Sportstätten sind schon da, der Rest entsteht temporär und wird danach weitergenutzt. Skateparks, Sportflächen, Ausstattung – all das bleibt in der Stadt und kommt Vereinen, Schulen und allen zugute, die sich bewegen wollen. Keine großen Neubauten nur für Olympische und Paralympische Spiele.

Die Übersichtskarte der geplanten Sportstätten zeigt die Kompaktheit des Konzepts

Und weil diese Spiele wirklich allen gehören sollen, wird auch beim Zugang anders gedacht. 1 Million Tickets soll es in der günstigen Preiskategorie geben, für ehrenamtlich Engagierte und Menschen mit geringem Einkommen sogar ein kostenloses Kontigent – damit möglichst viele Hamburgerinnen und Hamburger live dabei sein können. Dazu Mitjubeln für alle, u.a. beim Marathon, Triathlon und Radrennen. Kein exklusives Event, sondern ein olympisches und paralympische Sommermärchen für die ganze Stadt.

Am Ende dieses Tages gehst du vielleicht wieder an der Alster entlang. Die Lichter spiegeln sich im Wasser, irgendwo hörst du noch Applaus. Und du weißt: Das war nicht einfach Olympia. Das war dein Hamburg – nur bunter, vielfältiger und emotionaler als je zuvor. Mit Olympischem und Paralympischem Glanz.

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Eine Chance für alle