Ob eine Olympiabewerbung nachhaltig wirkt, entscheidet sich nicht in Stadien oder Sporthallen, sondern im Alltag junger Menschen. Deshalb steht die „olympische Generation“ im Zentrum unserer langfristigen Planung.
Ein zentrales Ziel ist, jedem Kind im schulischen Kontext mindestens fünf Stunden Bewegung pro Woche zu ermöglichen. Drei Stunden davon sollen verbindlich im regulären Unterricht stattfinden, ergänzt durch zwei weitere Bewegungsangebote im Ganztag, die gemeinsam mit Sportvereinen umgesetzt werden. Gerade im Grundschulalter werden so motorische Grundlagen gelegt, die ein Leben lang wirken.
Darüber hinaus sollen Kinder frühzeitig individuell gefördert werden. Durch Screenings im Grundschulalter können Bewegungsdefizite ebenso erkannt werden wie sportliches Talent. Dann geht es darum, gezielte Angebote zu machen – vom zusätzlichen Bewegungsprogramm bis zur weiterführenden Nachwuchsförderung.
Hamburg ist eine Stadt am Wasser. Und die Fähigkeit, zu schwimmen, ist gerade hier unverzichtbar. Unser Ziel ist, das jedes Hamburger Kind spätestens am Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen kann. Kostenlose Schwimmlernangebote, ergänzende Wassergewöhnung bereits im Kita- und frühen Schulalter sowie Kooperationen mit Vereinen und Schwimmbädern sollen bestehende Lücken schließen. Schwimmen wird als elementare Lebenskompetenz verstanden, nicht als Zusatzangebot.
Auch die Kinderärztinnen und Kinderärzte und ihre Kompetenzen und Kenntnisse werden stärker eingebunden. Bewegungsförderung soll fester Bestandteil der Vorsorgeuntersuchungen werden – als Beratung für Eltern und als frühzeitige Sensibilisierung für die Bedeutung körperlicher Aktivität für die psychische und physische Verfassung ihrer Kinder.